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Installation von Debian auf der Dockstar

Diese Anleitung beschreibt die Installation von Debian auf der Dockstar. Dabei wird Debian auf einem USB-Stick installiert, die originale Firmware kann also immer noch gebootet werden. Du erhältst einen kleinen Linux-Server, der eine Menge von Aufgaben erfüllen kann. Alles weitere erfährst du in der folgenden Anleitung.

Voraussetzungen: siehe weiter unten
Schwierigkeitsgrad: Schwer

Hinweise:

  1. Die Einleitung ist lediglich eine Zusammenfassung von diesen Seiten:
  2. Ich übernehme keine Haftung, falls deine Dockstar danach nicht mehr funktioniert!
  3. Deine Garantie verfällt (unter Umständen), wenn du dieser Anleitung folgst!

Seagate Dockstar

Die Dockstar ist eine Art NAS mit der PogoPlug Software, sie verfügt über einen 1,2Ghz ARM Prozessor, 128MB Arbeitsspeicher und 256MB interner Speicher.


root@dockstar:~# cat /proc/cpuinfo
Processor	: Feroceon 88FR131 rev 1 (v5l)
BogoMIPS	: 1192.75
Features	: swp half thumb fastmult edsp 
CPU implementer	: 0x56
CPU architecture: 5TE
CPU variant	: 0x2
CPU part	: 0x131
CPU revision	: 1

Hardware	: Marvell SheevaPlug Reference Board
Revision	: 0000
Serial		: 0000000000000000

Voraussetzungen

Du benötigst für diese Anleitung:

  1. einen zusätzlichen USB Stick oder USB-Festplatte mit mindestens 2 GB Speicher
  2. deine Dockstar, die noch nie am Internet war bzw. eine mit wieder aktiviertem SSH
  3. einen DHCP Server, über den man nicht ins Internet kommt (notfalls kurz den Internet Stecker am Router ziehen)
  4. einen PC mit netcat und telnet oder SSH-Client Software
  5. eine Stunde Zeit

Achtung - unterschiedliches Verhalten

Dockstars, die bereits am Internet hingen und somit ein Firmwareupdate bekommen haben sind erst einmal nicht mehr über SSH erreichbar. Nachdem SSH in dem PogoPlug Webinterface wieder aktiviert wurde, blocken diese nach dem Deaktivieren der PogoPlug Software und einem anschließenden Reboot/Halt SSH. Das heißt hier muss gleich nach dem Deaktivieren dieser Software Debian installiert werden. In der Anleitung ist dies jeweils kenntlich gemacht! In wie fern ähnliche Probleme sich auf neuere Dockstars ohne Firmwareupdate auswirken ist mir nicht bekannt

Wie verhalte ich mich jetzt?

Wer auf Nummer sicher gehen will (…auch mit einer komplett neuen Dockstar) bzw. seine Dockstar bereits mit der original Firmware in Betrieb hatte (…und SSH wieder aktiviert hat) sollte in dieser Anleitung bei Unterscheidungen zwischen frischer und mit PogoPlug genutzer Dockstar die „mit PogoPlug genutzte Dockstar“ verwenden. Alle anderen können natürlich auch der „frischen Dockstar“ folgen, wobei ich mittlerweile davon abraten würde.


Wir Hacken die Dockstar

Verbinden per ssh

Als allererstes schließen wir die Dockstar an einen DHCP-Server oder Router an, der keinen Internetzugang hat und schließen sie am Stromnetz an. Wichtig ist, dass die Dockstar noch nie Zugang zum Internet hatte, wenn das nicht der Fall ist, musst du deine Dockstar registrieren und den SSH-Zugang dann wieder aktivieren.
Nachdem wir die IP der Dockstar herausgefunden haben, kann es weiter gehen.
Wenn du aus irgendeinem Grund die IP deiner Dockstar nicht herausfinden kannst, suchst du sie mit nmap:

user@client:~$ nmap -e eth0 -sP 192.168.0.0/24        #192.168.0.0 an deine DHCP Konfiguration anpassen

Wir gehen jetzt davon aus, dass das LED der Dockstar orange blinkt (falls nicht ist auch nicht schlimm) und du deren IP hast, wenn das der fall ist, verbinden wir uns per ssh mit ihr:

user@client:~$ ssh root@dockstar_ip    #dockstar_ip durch die IP der Dockstar ersetzen 

Das Passwort ist stxadmin
Nun sind wir auf der Dockstar mit ssh, dann kann das hacken ja beginnen^^

Backup

Als aller erstes machen wir erst einmal ein Backup, dazu schließt du jetzt einen Datenträger an, der mit NTFS formatiert ist (ext2/3/4 geht auch, muss aber unter Umständen manuell gemountet werden). Dann folgen wir wieder der Anleitung von ahsoft:

-bash-3.2# mount 
  rootfs on / type rootfs (rw) 
  /dev/root on / type jffs2 (ro) 
  none on /proc type proc (rw) 
  none on /sys type sysfs (rw) 
  none on /dev/pts type devpts (rw) 
  none on /tmp type tmpfs (rw) 
  /tmp/.cemnt/sda1 on /tmp/.cemnt/mnt_sda1 type ext2 (rw,nosuid,nodev,noexec,noatime) 
  /tmp/.cemnt/sda2 on /tmp/.cemnt/mnt_sda2 type ext3 (rw,nosuid,nodev,noexec,noatime,data=ordered) 

Wie du hier siehst sind zwei Festplatten automatisch erkannt und gemountet worden.

Nun suchst du dir deine aus und wechselst in den Ordner, indem sie gemountet wurde:

-bash-3.2# cd /tmp/.cemnt/mnt_sda2 

Darin legst du den Ordner Backup an und wechselst in ihn:

-bash-3.2# mkdir Backup 
-bash-3.2# cd Backup 

Nun ziehst du Images der einzelnen Flashbausteine auf deinen Datenträger, somit hast du immer ein Backup der originalen Software zur Verfügung:

-bash-3.2# dd if=/dev/mtd0 of=mtd0 
   2048+0 records in 2048+0 records out 
-bash-3.2# sha1sum mtd0 >mtd0.sha1
-bash-3.2# dd if=/dev/mtd1 of=mtd1 
   8192+0 records in 8192+0 records out 
-bash-3.2# sha1sum mtd1 >mtd1.sha1 
-bash-3.2# dd if=/dev/mtd2 of=mtd2 
   65536+0 records in 65536+0 records out 
-bash-3.2# sha1sum mtd2 >mtd2.sha1 
-bash-3.2# dd if=/dev/mtd3 of=mtd3 
   448512+0 records in 448512+0 records out 
-bash-3.2# sha1sum mtd3 >mtd3.sha1 

..so, oder so:

-bash-3.2# wget http://jeff.doozan.com/debian/uboot/nanddump
-bash-3.2# chmod +x nanddump
-bash-3.2# ./nanddump -nf ./mtd0 /dev/mtd0
-bash-3.2# ./nanddump -nf ./mtd1 /dev/mtd1
-bash-3.2# ./nanddump -nf ./mtd2 /dev/mtd2

Der Hack

Eigentlich besteht der Hack nur darin die PogoPlug Software zu deaktivieren. Auch hier bediene ich mich ahsoft. Nun führst du folgende Befehle aus:

-bash-3.2# killall hbwd                      #die Pogoplug software stoppen
-bash-3.2# mount -o remount,rw /             #beschreibbar mounten
-bash-3.2# chmod go+w /dev/null              #einen Bug beheben

Nun verhindern wir, dass die PogoPlug Software beim nächsten Start auch mit startet. Dazu öffnen wir mit vi /etc/init.d/rcS:

-bash-3.2# vi /etc/init.d/rcS 

, fahren mit dem Cursor vor /etc/init.d/hbmgr.sh start, drücken i um in den Insert Mode zu gelangen und geben ein Kommentarzeichen # (Raute) ein, dieses kommentiert die folgende Zeile aus. Nun verlassen wir mit ESC den Insert Mode wieder und speichern den Inhalt, indem wie :wq eingeben.
→ Wenn dir das zu kompliziert ist, kannst du, nachdem du mit dem Cursor vor /etc/init.d/hbmgr.sh start gefahren bist, zweimal d (dd) drücken, dadurch wird die Zeile gelöscht. Anschließend speicherst du die Datei wie bei der anderen Methode ab, indem du :wq eingibst.

frische Dockstar:
Hier mountet man das Dateisystem wieder richtig mounten und fährt Dockstar herunter (danach 2 Minuten warten und dann Stromstecker rausziehen)

-bash-3.2# mount -o remount,ro / 
-bash-3.2# /sbin/halt 


mit PogoPlug genutzte Dockstar:
Hier sollte der Shutdown nicht durchgeführt werden! Stattdessen entmountet man alle Platten:

-bash-3.2# mount -o remount,ro / 
-bash-3.2# umount /tmp/.cemnt/*

…, zieht diese aus der Dockstar heraus und fährt hier fort.

Vorbereitungen

Backups in Sicherheit bringen

Nun haben wir die Backups auf einem Datenträger, falls auf diesem auch Debian installiert werden soll, müssen diese irgendwo anders aufbewahrt werden.

USB-Stick/Festplatte vorbereiten

Nun bereiten wir den USB-Stick oder die USB-Festplatte für die Installation vor. Der Datenträger muss wie folgt aussehen (ich zitiere Jeff):

# Configure partion 1 as Linux (I'd recommend making this at least 512Mb. The default bare-bones installation uses 280Mb.) 
# Configure partion 2 as Linux Swap (I have no idea what a suitable value would be. I used 256MB.) 

Dazu nehmen wir fdisk, dies kann auf der Dockstar oder jedem anderen Linux PC mit fdisk geschehen.
Ich gehe davon aus, dass du die Methode mit der Dockstar gewählt hast, also hängst du die Dockstar wieder an das Stromnetz und einen Router, der dieses mal aber Internetzugang haben darf, da die PogoPlug Software deaktiviert ist und verbindest dich auf die Dokstar:

user@client:~$ ssh root@dockstar_ip    #dockstar_ip durch die IP der Dockstar ersetzen 

Das Passwort ist stxadmin

Achtung: auf dem Datenträger wird alles gelöscht!

Nun steckst du den zu verwendenden Datenträger in die Dockstar und wartest eine Minute, danach beginnst du mit fdisk:

-bash-3.2# /sbin/fdisk /dev/sda

Hinweis: wenn hier … eingeben steht, dann musst du danach noch die Eingabetaste drücken

Nachdem du in fdisk bist, gehst du wie folgt vor:

  • gebe p ein und drücke die Eingabetaste, nun siehst du alle Partitionen
  • Gebe d 1, d 2, und so weiter ein, um alle Partitionen auf dem Datenträger zu löschen
  • Gebe p ein, jetzt sollte der Datenträger über keine Partitionen mehr verfügen
  • Speichere die Einstellungen mit w

Dann führst du denn selben Befehl nochmal aus:

-bash-3.2# /sbin/fdisk /dev/sda

und legst die benötigten Partitionen an:

  • Nun tippst du n für neue Partition ein, p für primäre Partition und 1 für die Erste Partition; „First Cylinder“ lässt du bei den Standardeinstellungen, bei „Last Zylinder“ gibst du die Größe in Megabyte so an: +xxxxM (bedenke, dass du noch 300 MB Swap übrig lassen musst)
  • Nun tippst wieder n für neue Partition ein, p für primäre Partition und 2 für die Zweite Partition; „First Cylinder“ und „Last Zylinder“ lässt du bei den Standarteinstellungen.
  • Anschließend gibst du t ein, um Partitionen zu modifizieren, dann 2 für die zweite Partition, 82 für SWAP
  • Nun gibst du nochmal p ein und schaust, ob alles passt
  • Wenn alles passt, speicherst du mit w

frische Dockstar:
Somit passt das Dateisystem jetzt, wenn du auf Nummer sich gehen willst, ziehst du jetzt den Datenträger heraus, fährst die Dockstar runter:

-bash-3.2# /sbin/halt

wartest 2 Minuten, ziehst den Stromstecker heraus, wartest wieder 2 Minuten, steckst den Stromstecker wieder rein, wartest eine Minute und verbindest dich dann per ssh auf die Dockstar und steckst den Datenträger wieder rein…

mit PogoPlug genutzte Dockstar:
Hier geht es direkt hier weiter.

Die Installation

Folgendes muss jetzt erfüllt sein:

  1. du bist per ssh mit der Dockstar verbunden
  2. die Dockstar wurde gehackt
  3. ein vorbereiteter Datenträger steckt in der Dockstar
  4. zur Sicherheit hast du Backups von den internen Speichern gemacht
  5. deine Dockstar hat eine Verbindung ins Internet

Alles erfüllt? - Dann kanns ja los gehen!

Debian Installieren

Zur Auswahl stehen Debian Squeeze oder Debian Lenny.
Squeeze hat derzeit den Status stable (stabil) und Lenny old-stable (vorheriges stable Release). So verfügen beide über ein sehr gut auf sich abgestimmtes System, was bei einem tesing Release nicht ganz das Hauptaugenmerk ist. Für old-stable Releases gibt es [normalerweise] noch ein Jahr Updates. Für Lenny gibt es somit keine Updates mehr! Squeeze sollte auf der Dockstar die bessere Wahl sein, da man auf jeden Fall über längere Zeit mit Updates versorgt wird.
→ Nachdem du dich für ein Debian entschieden hast, führst du die jeweiligen Befehle aus, der Rest dieser Anleitung ist auf beide Versionen ausgerichtet.

Lenny

Für Debian Lenny müsse nur diese Befehle ausgeführt werden:

-bash-3.2# cd /tmp 
-bash-3.2# wget http://jeff.doozan.com/debian/dockstar.debian-lenny.sh
-bash-3.2# chmod +x dockstar.debian-lenny.sh
-bash-3.2# export PATH=$PATH:/usr/sbin:/sbin 
-bash-3.2# ./dockstar.debian-lenny.sh 

Das Script stellt nach dem Ausführen einige Fragen, diese kannst du getrost alle mit OK oder Yes beantworten, besonders die Frage, ob du die PopgoPlug Software deaktivieren willst.
Nur das Angebot zu einem Reboot nehmen wir nicht an, den wir gehen auf Nummer sicher…

Squeeze

Offenbar gibt es Probleme mit dem „Squeeze-Skript“. Früher konnte man Squeeze über folgende Befehle installieren:

-bash-3.2# cd /tmp 
-bash-3.2# wget http://jeff.doozan.com/debian/dockstar.debian-squeeze.sh 
-bash-3.2# chmod +x dockstar.debian-squeeze.sh 
-bash-3.2# export PATH=$PATH:/usr/sbin:/sbin 
-bash-3.2# ./dockstar.debian-squeeze.sh 

Dies führt aber seit längerem zu Fehlermeldungen bezüglich korrupten oder nicht gefundenen Paketen. Dies liegt daran, dass das Doozan-Script auf eine alte debootstrap Version ausgelegt ist:
„When Jeff was publishing his script, debootstrap was in v1.0.26, now it's v1.0.29 which seems to conflict with the pkgdetails the script pulls from Jeff's server.“ – aus dem Doozan-Forum

Ich bin stets darum bemüht diese Anleitung so aktuell wie möglich zu halten: Wenn es zu weiteren Problemen in Verbindung mit den folgenden Möglichkeiten kommt oder du einen besseren Weg kennst bzw. über weitere Informationen verfügst, würde ich mich über eine E-Mail oder ein Post im Forum freuen.







Wenn Squeeze installiert werden soll, kann nun zu einer dieser Methoden gegriffen werden:

Methode I: Script von shyd

Hierbei wird einfach das angepasste Script von shyd verwendet. Wenn du auf der Dockstar bereits Debian installiert hattest oder das alte Script bereits einmal ausgeführt wurde, muss das alte debootstrap noch entfernt werden:

-bash-3.2# mount -o remount,rw /
-bash-3.2# rm /usr/sbin/debootstrap
-bash-3.2# rm -r /usr/share/debootstrap
-bash-3.2# mount -o remount,ro /

Nun kannst du Squeeze so installieren:

-bash-3.2# cd /tmp 
-bash-3.2# wget http://dev.shyd.de/dockstar/dockstar.debian-squeeze.sh
-bash-3.2# chmod +x dockstar.debian-squeeze.sh 
-bash-3.2# export PATH=$PATH:/usr/sbin:/sbin 
-bash-3.2# ./dockstar.debian-squeeze.sh 

Das Script stellt nach dem Ausführen einige Fragen, diese kannst du getrost alle mit OK oder Yes beantworten, besonders die Frage, ob du die PopgoPlug Software deaktivieren willst.
Nur das Angebot zu einem Reboot nehmen wir nicht an, den wir gehen auf Nummer sicher…

Methode II: Umweg über Lenny

Wenn der Weg über das shyd-Scirpt auch nicht so dem gewünschten Resultat führt, muss der Umweg über Lenny genommen werden. Dies ist in diesem Posting erklärt, welches ich im folgenden etwas ausführlicher erläuterte.
Zuerst muss Lenny installiert werden:

-bash-3.2# cd /tmp 
-bash-3.2# wget http://jeff.doozan.com/debian/dockstar.debian-lenny.sh
-bash-3.2# chmod +x dockstar.debian-lenny.sh
-bash-3.2# export PATH=$PATH:/usr/sbin:/sbin 
-bash-3.2# ./dockstar.debian-lenny.sh 

Anschließend muss dieser Anleitung bis einschließlich "Weitere Schritte" → "Paketquellen" gefolgt werden. Nachdem dies erfolgt ist, werden die Paketquellen (/etc/apt/sources.list), die nun so aussehen müssten:

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ lenny main
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ lenny main
deb http://security.debian.org/ lenny/updates main
deb-src http://security.debian.org/ lenny/updates main
deb http://volatile.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main
deb-src http://volatile.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main

neu geladen und das System auf den neusten Stand gebracht:

root@debian:~# apt-get update                     #Paketquellen wieder updaten
root@debian:~# apt-get upgrade                    #System auf den neusten Stand bringen

Nun verändert man die Paketquellen:

root@debian:~# nano /etc/apt/sources.list    #Paketquellen öffnen

wie folgt:

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze main contrib non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ squeeze/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ squeeze/updates main contrib non-free
deb http://ftp.debian.org/debian/ squeeze-updates  main contrib non-free
deb-src http://ftp.debian.org/debian/ squeeze-updates  main contrib non-free

und upgraded nun Lenny auf Squeeze:

root@debian:~# apt-get update                     #Paketquellen wieder updaten
root@debian:~# apt-get install debian-archive-keyring
root@debian:~# apt-get dist-upgrade               #System upgraden

Die folgenden Fragen können bei den Defaults belassen werden. Dieser Vorgang wird etwa 1,5 Stunden dauern. Nach einem reboot:

root@debian:~# reboot

müsste man nun ein Squeeze vor sich haben:

root@debian:~# cat /etc/debian_version 
6.0.3
Methode III: Manipulation der Checksum-Üperprüfung

Diese Möglichkeit kann ich keinem empfehlen, hierbei wird debootstrap leicht verändern, wie das geht erfährst du hier.

Netcat Bootkonsole

Dieser Schritt ist optional, wer aber lieber auf Nummer sicher geht, sollte diesen aber auf jeden Fall durchführen - und zu denen gehörst du garantiert….
Das Ziel ist, dass du den Bootscreen deiner Dockstar siehst, während diese startet. Dazu brauchst du einen PC mit netcat, notfalls musst du netcat nachinstallieren. Zudem musst du die IP dieses PCs wissen und die IP, die Dockstar vom Router zugewiesen bekommt, wenn du das weist, dann kannst du auf der Dockstar folgende Befehle ausführen:

-bash-3.2# fw_setenv serverip IP_DES_PCs                       # IP_DES_PCs durch die IP des PCs ersetzen 
-bash-3.2# fw_setenv ipaddr IP_DER_DOCKSTAR                    # IP_DER_DOCKSTAR durch die IP der Dockstar ersetzen
-bash-3.2# fw_setenv if_netconsole 'ping $serverip'
-bash-3.2# fw_setenv start_netconsole 'setenv ncip $serverip; setenv bootdelay 10; setenv stdin nc; setenv stdout nc; setenv stderr nc; version;'
-bash-3.2# fw_setenv preboot 'run if_netconsole start_netconsole'

Auf dem PC führst du diesen Befehl aus:

user@client:~$ netcat -lu 6666    #entweder
user@client:~$ nc -lu 6666        #oder

Hinweis: der Datenträger muss in der Dockstar stecken bleiben!

Dann startest du die Dockstar neu:

-bash-3.2# /sbin/reboot

Nun siehst du auf dem PC in deinem netcat Fenster den Bootscreen deiner Dockstar, falls alles gut verläuft, steht am Ende Starting Kernel.

Hinweis: Unter Umständen funktioniert die Bootkonsole nicht, dann nicht in Panik geraten, sondern schauen, ob die Dockstar anpingpar ist, falls ja dieser Anleitung weiter folgen. Wenn Debian erfolgreich gebootet hat, dann am Besten die Befehle für die Bootkonsole dort noch einmal eingeben, danach müsste die Bootkonsole funktionieren.

Benutzerdaten

Bevor du weiter machst, musst du als erstes auf allen PCs die mit der Dockstar verbunden waren folgenden Befehl ausführen, da sich der Fingerprint der Dockstar geändert hat:

user@client:~$ rm .ssh/known_hosts


Anschließen kannst du dich wieder auf der Dockstar einloggen:

user@client:~$ ssh root@Dockstar_IP      #Dockstar_IP durch die IP der Dockstar ersetzen

Passwort: root

Nochmal die Benutzerdaten:
Benutzer root mit Passwort root

Weitere Schritte

Passwort

Das Passwort kannst du so verändern:

root@debian:~# passwd

Paketquellen

Danach gehst du wie folgt vor:

root@debian:~# apt-get update                #Paketquellen updaten (bei Lenny übberflüssig)
root@debian:~# apt-get install nano          #einen einfachen Editor installieren (bei Lenny überflüssig)
root@debian:~# nano /etc/apt/sources.list    #Paketquellen anpassen

Die Datei sollte nun so aussehen (wähle die der passenden Debian-Version!):
Lenny (teilweise nicht mehr verfügbar!):

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ lenny main
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ lenny main
deb http://security.debian.org/ lenny/updates main
deb-src http://security.debian.org/ lenny/updates main
deb http://volatile.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main
deb-src http://volatile.debian.org/debian-volatile lenny/volatile main

Squeeze:

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze main contrib non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ squeeze main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ squeeze/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ squeeze/updates main contrib non-free
deb http://ftp.debian.org/debian/ squeeze-updates  main contrib non-free
deb-src http://ftp.debian.org/debian/ squeeze-updates  main contrib non-free

Zusätzliche/Wichtige Pakete

Dann geht es so weiter:

root@debian:~# apt-get update                     #Paketquellen wieder updaten
root@debian:~# apt-get install dialog apt-utils   #ein Dialog Programm für Installationsprozesse + Zubehör für Paketinstallation installieren
root@debian:~# apt-get install cron               #crontab installieren (optional)
root@debian:~# apt-get install man-db manpages-de  #manpages installieren
root@debian:~# apt-get install tzdata ntp         #Hilfsmittel für Uhrzeitermittlung installieren
root@debian:~# apt-get install openbsd-inetd      #einen indet Daemonen installieren
root@debian:~# apt-get install rsyslog            #einen syslog Daemonen installieren (optional, erhöht den USB-Stick Verschleiß! Alternative: busyboxlogd)
root@debian:~# apt-get install usbutils           #Utils, z.B für lsusb
root@debian:~# apt-get install psmisc             #killall nachinstallieren

Zeitzone

Die Zeitzone kannst so so einstellen:

root@debian:~# ntpdate -u ntp.ubuntu.com   #aktuelle Uhrzeit besorgen -> stündlich als Cronjob ausführen?!
root@debian:~# dpkg-reconfigure tzdata     #Zeitzone einstellen

Hostnamen

Den Hostnamen kann man so verändern:

root@debian:~# nano /etc/hostname

darin sollte nun der Hostname stehen (Hostname ändert sich erst nach einem Reboot).

Sprache

Die Sprache kann so eingestellt werden:

root@debian:~# apt-get install locales language-env
root@debian:~# dpkg-reconfigure locales                #so
root@debian:~# locale-gen de_DE.UTF-8                  #...oder so

Am Besten wählt man als locales de_DE.UTF-8 UTF-8

Kernel Updates unterbinden (optional!)

Kernel-Updates können so unterbunden werden (optional → sicher ist sicher, kann auch ausgelassen werden):

root@debian:~# echo linux-image-2.6.32-5-kirkwood hold | dpkg --set-selections
root@debian:~# echo linux-image-2.6-kirkwood hold | dpkg --set-selections

Alternative Kernel (optional!)

  • Eine guten erweiterten Kernel stellt gorgone zur Verfügung. Die aktuellste Version des Kernels findet sich hier.
  • Eine Anleitung zum Bauen eines Kernels findet sich auf mikrocontroller.net.

Weitere Serverdienste

Um die Dockstar durch nützliche Serverdienste zu erweitern, kannst du Anleitungen aus dieser Übersicht oder der Startseite dieses Wikis verwenden verwenden.

Warnungen/Hinweise

Bitte beachte folgendes:

  1. Installiere keine Programme, die auf Chipsätz und co, zurückgreifen (z.B.: lm-sensors)
  2. ARM ist eine eigene Plattform, du brauchst spezielle Pakete! → genaue Plattformbezeichnung: armv5tel
  3. Falls du dein Debian versaust, kannst du den Datenträger herausziehen und die originale PogoPlug Software booten, von dort kannst du Debian wieder neu installieren! → statt -bash-3.2# steht Pogoplug
  4. Kernel Updates via apt-get upgrade gehen so gut wie immer schief! → es gibt alternative Kernel zum nachinstallieren
  5. Hilfe bekommst du in unserem Forum: Forum

Bootprobleme nach längerer Betriebszeit

Siehe hier.

Probleme mit bestimmter Netzwerkhardware

Wie hier beschrieben, kann es zu Problemen mit älterer Netzwerkhardware, vor allem mit Hubs kommen. Die Dockstar wird dann nicht in der Lage sein, in das Internet zu gelangen.


chrisge 2012/09/04 23:38

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