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Verfügbare ARM-Hardware für Linux Systeme

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ARM-Prozessoren sind im Serverbereich zurzeit stark am Kommen – kein Wunder: ARM-Systeme zeichnen sich vor allem durch ihre geringe Leistungsaufnahme aus und stellen somit eine echte Alternative "richtigen" Servern dar. Ich habe eine Liste von derzeit verfügbarer ARM-Hardware für Linux Systeme, insbesondere für Homeserver erstellt. Diese Liste soll einen kleinen Überblick über auf ARM-basierende Systeme und Boards darstellen. Wenn dir weitere Hardware bekannt ist, die in diesen Bereich passen könnte, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Plugcomputer

Plugcomputer gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, eine Übersicht liefert die Seite Plugcomputer.org. Plugs sind kleine stromsparende Rechner, die meistens in einem Gehäuse von der Größe eines Steckernetzteils untergebracht sind. Die wenigsten verfügen über eine "normale" Bildausgabe, Debugging erfolgt deshalb meist über eine JTAG-Schnittstelle.

Die großen Händler von Plugs sind Globalscale und NewIT. Die aktuellen Plugs können weitaus mehr, als der Klassiker SheevaPlug, so verfügen die DreamPlugs zusätzlich über Audio, Wlan, Bluetooth, 2 x Gigabit Lan und eSATA. Der D2 Plug verfügt sogar über eine HDMI, sowie eine VGA Schnittstelle für die Bildausgabe.

Der Sheevaplug stellt bei dem aktuellen Preis von rund 80 Euro eine wirklich gute Alternative zu einem "normalen" Homeserver dar, der DreamPlug kostet aktuell etwa 130 Euro, der D2Plug knapp 200 Euro, während es den etwas älteren GuruPlug im Moment bei Globalscale noch relativ billig für etwa 80 Euro zu kaufen gibt.

Weitere, aber bei anderen Händlern erhältliche Plugs sind die Ionics Plugs und der Tonido Plug.

 

Modifizierbare NAS-Systeme

Das beste Beispiel für solche NAS-Systeme ist die Seagate Dockstar, die aber seit längerem nicht mehr verfügbar ist. Weitere Systeme, die mit Debian oder Arch Linux bespielbar sind und meist auf der Sheeva-Hardware basieren habe ich hier aufgelistet:

Diese Hardware ist in manchen Fällen sehr billig verfügbar und stellt somit eine echt Alternative zu den "echten" Plugs dar. Auch Bufallo (Linkstations) und Synology NAS-Systeme lassen sich oft mit einem eigenen Linux modifizieren.

 

Raspberry Pi

Der Raspberry Pi ist ein Mini-PC, der für 25 Dollar erhältlich sein soll. Eine gute Zusammenfassung, bezüglich der Lieferpläne und Bestandteile des Systems findet sich hier. Ich werde hier nur kurz auf die Hardware eingehen:

  • ARM11 Prozessor Broadcom BCM2835 @ 700 MHz
  • 128 MB RAM
  • 1 x USB-Port,
  • 1 x SD-Karten Slot
  • Audioausgang
  • HDMI-Videoausgang

Die oberen Daten sind die der Version A, die Version B wird voraussichtlich 35 Dollar kosten, dafür aber über einen 2-Port-USB-Hub, eine LAN-Schnittstelle und über 256MB Arbeitsspeicher verfügen.

Somit eignet sich nur Version B als Basis für einen kleinen Homeserver. Der Preis von 35 Dollar ist bei dieser Ausstattung wirklich günstig. Zumindest dieses Jahr wird der kreditkartengroße Rechner noch nicht mit Ubuntu, sondern Fedora ausgeliefert. Weitere mögliche Distributionen sind Debian, ArchLinux und wie bereits erwähnt Fedora; Ubuntu bietet für diese CPU leider noch keine Unterstützung.

→ Hier lohnt sich auch ein Blick auf die CuBox (mehr Infos).

 

Devboards

Klassisches Devboards (Wikipedia sagt dazu Einplatinencomputer) sind das BeagleBoard und das Pandaboard. Die Auslieferung des neuen BeagleBones, welches nur 89 Dollar kosten soll, soll Ende November 2011 starten. Ein Blick auf das IGEPv2 Boards, welches außerdem über Bluetooth und W-LAN verfügt, rentiert sich ebenfalls.  Diese Devboards eignen sich vor allem für Eigenentwicklungen und kleine Basteleien im Bereich der Robotik, Automation und Wetterstationen oder auch für Entwickler, die eine ARM-Entwicklungs- oder Testumgebung benötigen. Canonical beispielsweise hat mit den Pandaboards einen ARM Cluster mit 42 Rechenkernen gebaut. Weitere Devboards lassen sich auf Linaro.org finden. Solche Boards können also durchaus auch in kleinen Homeservern eingesetzt werden. Im Vergleich zu richtigen Plugs sind sie aber eher auf Entwickler ausgelegt.

 

Weitere (Dev-)Boards | Embedded Linux Boards

Diese kleinen Boards eignen sich nicht für Homeserver, hingegen sehr gut für Roboter oder (Home-)Automation Projekte. Über ein Projekt, das auf solche Hardware setzt, hat Golem vor kurzem berichtet. Hierbei handelt es sich um Drohnen, die selbstständig im Schwarm fliegen.

Aus der Debian Embedded Mailingsliste habe ich folgende Boards und Embedded Computer zusammengefasst:

Die Preise für solche Boards unterscheiden sich sehr stark. So sind die Boards von LeafLabs schon für unter 50 Dollar zu haben, die Boards von ARMadeus Systems kosten hingegen meist über 150 Euro.



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