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Dockstar: Debian bootet nicht – Lösungsansätze

Was tun, wenn die Dockstar nicht anpingbar ist, obwohl in der Netconsole Starting Kernel steht? Das kann oft mehrere Gründe haben, in diesem Post werde ich darauf eingehen, wie man solche Probleme behebt und in Zukunft am Besten verhindern kann. Ein Grund kann ein defektes beziehungsweise beschädigtes Dateisystem sein, ein anderer ein Kernel Upgrade via apt. Doch zu den Ursachen und Lösungsansätzen jetzt mehr. Alle in diesem Post beschriebenen Befehle (Ausnahmen werden gekennzeinet) werden auf einem Linuxrechner (nicht der Dockstar) ausgeführt.

 

Ursachen und Lösungen

Ursache (1): Defektes/beschädigtes Dateisystem

Ein defektes beziehungsweise beschädigtes Dateisystem kann auftreten, wenn die Dockstar nicht ordnungsgemäß ausgeschaltet wird. So kann das Dateisystem nicht richtig ausgehängt werden. Um jenes zu reparieren benötigt man einen Linuxrechner oder eine gebootete Live-CD. Dort steckt man den USB-Stick der Dockstar hinein und öffnet ein Terminal. Angenommen der Stick erhält die Bezeichnung sdb und wird automatisch gemountet, dann müssen wir die Partition sdb1 aushängen und fsck starten:

~$ sudo umount /deb/sdb1
~$ sudo fsck /dev/sdb1

...alle Fragen nach Änderungen werden mit J bzw. Y bestätigt. Anschließend ist das Dateisystem repariert und der Stick kann wieder gebootet werden.

 

Ursache (2): Kernel Up(grade/date) via apt

Wenn ein Kernel Up(date/grade) via apt-get upgrade durchgeführt worden ist, kann es sein, dass sich die Bezeichnung der Netzwerk-Schnittstellen ändert und somit keine Netzwerkverbindung mehr aufgebaut werden kann. In diesem Fall "verdoppelt" man einfach die Schnittstelle in der /etc/network/interfaces - Beispiel:

auto lo eth0 eth1
iface lo inet loopback
iface eth0 inet static
address 192.168.2.9
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.2.2
iface eth1 inet static
address 192.168.2.9
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.2.2

Auch hierfür benötigt man einen Linuxrechner oder eine gebootete Live-CD, anschließend steckt man den USB-Stick in jenen Rechner und öffnet mit Root-Rechten diese Datei:

~$ gksudo gedit /media/<UID>/etc/network/interfaces        #Pfad + Editor Befehl anpassen

....dort "verdoppelt" man die erste Schnittstelle eth0 und benennt die verdoppelte in eth1 um, wichtig ist, dass in die erste Zeile ebenfalls die eth1 eingetragen wird:

auto lo eth0 eth1

Die Datei sollte etwa wie oben (statische IP) aussehen oder wie hier im Falle von DHCP:

auto lo eth0 eth1
iface lo inet loopback
iface eth0 inet dhcp
iface eth1 inet dhcp

Anschließend sollte man auch hier das Dateisystem checken, dazu bedienen wir uns dem Inhalt von Ursache (1):

~$ sudo umount /deb/sdb1
~$ sudo fsck /dev/sdb1

Jetzt kann man den Stick ebenfalls wieder booten.

 

Ursache (2.1): fehlende Images in /boot

Es kann vorkommen, dass die U-Boot spezifischen Images zum Booten in /boot nicht angelegt werden, dafür benötigt man unter Ubuntu (auf dem Desktoprechner) das Paket uboot-mkimage:

~$ sudo apt-get install uboot-mkimage

....die Images kann man so generieren:

~$ sudo mkimage -A arm -O linux -T kernel  -C none -a 0x00008000 -e 0x00008000 -n Linux-2.6.32-5 -d /media/<UID>/boot/vmlinuz-2.6.32-5-kirkwood /media/308d112e-7a62-4888-9856-4a269224475a/boot/uImage
~$ sudo mkimage -A arm -O linux -T ramdisk -C gzip -a 0x00000000 -e 0x00000000 -n initramfs -d /media/<UID>/boot/initrd.img-2.6.32-5-kirkwood /media/308d112e-7a62-4888-9856-4a269224475a/boot/uInitrd

Hinweis: Pfad + Kernel Version anpassen!

Dies geschieht ebenfalls nach dem Anschließen des Sticks an den Linuxrechners.

 

Möglichkeiten (...) zu (umgehen/verhindert/verharmlosen)

Zu erwähnen ist, dass die Dockstar immer mit

~$ halt

...ausgeschaltet wird, ansonsten wird es laufend defekte Dateisysteme geben!

 

Punkt (1): regelmäßige Images

Natürlich benötigt man auch hier einen Linuxrechner oder eine gebootete Live-CD, dort steckt man wieder den USB-Stick der Dockstar hinein und öffnet ein Terminal. Als erstes wird auch hier das Dateisystem repariert. Angenommen der Stick erhält die Bezeichnung sdb und wird automatisch gemountet, dann müssen wir die Partition sdb1 aushängen und fsck starten:

~$ sudo umount /deb/sdb1
~$ sudo fsck /dev/sdb1

...alle Fragen nach Änderungen werden mit J bzw. Y bestätigt. Anschließend ist das Dateisystem repariert und das Image kann gezogen werden. Dazu verwende ich diesen Befehl:

~$ sudo dd if=/dev/sdb | sudo gzip > ~/dockstar_image-compress.img.gz 

Dieses Image ist ein 1:1 Abbild des Sticks und kann im Falle eines Defektes des Sticks so wieder auf einen neuen gespielt werden:

~$ sudo gunzip -c ~/dockstar_image-compress.img.gz  | sudo dd of=/dev/sdb

Nun haben wir wieder einen bootbaren Stick. Regelmäßiges "Image-ziehen" kann Defekten und ähnlichem vor wirken.

 

Punkt (2): regelmäßige Backups

Regelmäßige Backups mit diversen Skripten empfehle ich sehr. So kann im Falle eines Defektes das letzte gezogene Image auf einen neuen USB-Stick gespielt werden und die wichtigsten Konfigurationsdateien (im Backup enthalten) auf den neusten Stand gebracht werden.

Eine Liste von Backups-Skripten findet sich hier:

Die Backups sollten auf einem externes Netzwerkgerät oder einer externe Festplatte gespeichert werden.

 

Fazit

  • Regelmäßige Backups + Images sind unverzichtbar.
  • Die Dockstar immer mit halt ausschalten.
  • Im Zweifel Dateisystem checken lassen.


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